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Was ist Computerarchäologie? 

Seit dem die Computergeschichte die Geräte der 1970er bis 90er-Jahre in ihr Inventar aufgenommen hat, wenden sich ehemalige Jugendkulturen in nostalgischer Verklärung ihren C64, Amiga, Schneider- und Atari-Computern zu. Aber was macht man mit dem alten Computer, hat man ihn erst einmal vom Dachboden geholt. Der Reiz des Alten (Spiels) ist recht schnell abgenutzt. Wer etwas Zeit in das Hobby investieren will, findet zahlreiche neue Projekte: Spiele, Anwendersoftware, Hardwareerweiterungen und und und, mit denen den alten Computern neues Leben eingehaucht wird. Genau diesem Thema widmet sich die Buchreihe „Computerarchäologie“, indem ihre Autoren untersuchen, welchen Einfluss historische Rechentechnik auf das Heute hat und was mit den alten Computer heute Neues gemacht wird. In der Reihe sind bislang ein Hands-on-Katalog für das Oldenburger Computermuseum und eine Analyse historischer Games und ihre Wirkungen auf die heutige Spielkultur erschienen. In Vorbereitung sind weitere Bände (zum Chatprogramm ELIZA, zu tönenden Spielzeugen der Vergangenheit). Aus diesem Fundus werden Textteile von den Autoren vorgetragen und können direkt im Anschluss an den mitgebrachten Homecomputern der 1980er-Jahre nachvollzogen werden. Bei den mitgebrachten Spielen für den C64, Amstrad CPC, Atari- und KC-85-Computern ist bestimmt auch das eine oder andere Erinnerungsstück für die Besucher unserer Veranstaltung dabei. Abgerundet wird die Lesung/Hacking-/Gaming-Session mit einem Chiptunes-Konzert – unter anderem mit dem Leipziger Künstler Shortee –, Illustrationen von Ralph Niese und aktuellen Veröffentlichungen des Retrospiele-Publishers poly.play.

Ort: Shredderei/Tapetenwerk
Datum: 25. März 2017
Zeit: 20 Uhr